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Die Methode

Unsere Lehrmethode ist anhand weniger Prinzipien aufgebaut, so dass Sie nicht erst einmal jahrelang regelmäßig trainieren müssen, bevor Sie diese zuverlässig und erfolgreich anwenden können.

Wie genau funktioniert das? Ausgangspunkt unserer Herangehensweise ist die Frage danach, was diejenigen gemeinsam haben, die regelmäßig extreme Gewaltsituationen überleben. Das sind keine Übermenschen, die größer und stärker sind, als ihre Opfer. Sie haben außerdem in der Regel keinerlei Selbstverteidigungs- oder Kampfsporterfahrung. Dennoch gehen sie erfolgreich – nämlich lebendig – aus Gewaltsituationen hervor.  Ohne körperlich überlegen zu sein oder trainiert zu haben, üben sie unglaublich effektiv Gewalt aus. Es handelt sich dabei um Gewaltverbrecher, die mit dem Werkzeug Gewalt vertraut sind und es kontinuierlich erfolgreich anwenden.

Warum schauen wir uns gerade solche unangenehmen, asozialen Gestalten an? Was können, was wollen wir von solchen Leuten lernen? Reale Gewalt ist unangenehm und asozial und nicht so, wie sie im Kino oder in Selbstverteidigungskursen dargestellt wird. Es gibt keinen Schlagabtausch, kein Hin und Her, keinen Kampf. Gewalt ist unidirektional, es gibt ein Subjekt, das Gewalt ausübt und ein Objekt, dem Gewalt angetan wird. Sind diese Rollen einmal verteilt, ändern sie sich nicht mehr. Das Subjekt tendiert dazu, zu überleben, das Objekt nicht. Was können und wollen wir also von den Gewaltprofis lernen? Genau jene Vorgehensweisen, die sie erfolgreich machen, die dafür sorgen, dass sie die Überlebenden von Gewaltsituationen sind.

Die Analyse zahlloser Aufnahmen von Gewaltvorfällen hat ergeben, dass sich die Erfolgsfaktoren auf wenige, einfache Prinzipien reduzieren lassen. Diese Prinzipien haben wir systematisiert und  mit einer Lehrmethode verbunden, durch die sie schnell erlernt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei die bewusst extrem langsame, im Zuge dessen aber auch äußerst präzise Durchführung der Übungen.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese Form des Trainings zur Einprägung korrekter Motorik führt, welche in Folge unbewusst und somit auch in außerordentlichen Stresssituationen abgerufen werden kann.

Wir  lehren keine Techniken, die nur in ganz spezifischen Situationen anwendbar sind, sondern allgemeine Prinzipien, die auf anatomischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten beruhen. Sie funktionieren unabhängig von der eigenen Position, jener des Gegenübers und der möglichen Anwesenheit von weiteren Personen oder auch Waffen. Dabei bringen wir unseren Teilnehmern zunächst die anatomischen Besonderheiten einzelner Zielpunkte (so nennen wir die leicht verletzlichen Stellen des menschlichen Körpers) bei und üben mit ihnen, wie sie diese unter Verwendung ihres eigenen Körpers auf unterschiedliche Art und Weise zerstören können. Die Trainingspartner modellieren währenddessen die Reflexe, die die jeweils verursachte Verletzung hervorrufen würde. In Verbindung mit dem Vorstellen und Nachvollziehen dieser Verletzungen führt dies dazu, dass die Teilnehmer sich neben der Motorik auch einprägen, wie Erfolg aussieht, wie sich also ein beliebiger Körper in Reaktion auf die von ihnen verursachten Verletzungen bewegen wird. Der Fokus liegt dabei stets auf dem Ergebnis von Bewegungen und nicht auf den Bewegungen selbst; auch hierdurch wird der langfristige motorische Lernerfolg gesteigert.

Im weiteren Verlauf des Seminars lernen die Teilnehmer im freien Training, aus verschiedensten, zufälligen Positionen heraus mehrere Verletzungen hintereinander zu verursachen und so zu dem Ergebnis zu gelangen, dass die Funktion des anderen Körpers so stark eingeschränkt ist, dass er keine Gefahr mehr darstellt. Unabhängig von Vorkenntnissen, Alter, Geschlecht und Fitnesslevel vermitteln wir Ihnen so im Rahmen eines zweitägigen Seminars umfangreiche, praxistaugliche Kenntnisse und Fähigkeiten rund um Ihr Werkzeug Gewalt.

Die Person

Gründer und Inhaber von Zielpunkttraining ist Jens Misera. Jens hat von seiner Kindheit an verschiedene Kampfsportarten und später Selbstverteidigungssysteme trainiert. Er war knapp zehn Jahre lang für Sicherheitsunternehmen in verschiedenen europäischen Ländern und Israel im Einsatz, wo er selbst viel lernte und schließlich auch Selbstschutz- und Nahkampftechniken unterrichtete.

Bereits hier floss die enttäuschende Erfahrung ein, dass die zahllosen Angebote, die sich als Selbstverteidigung verkaufen, in der Regel wenig bis gar nicht realitätstauglich sind. Diese Lücke zwischen Training und der Realität von Gewalt möchte er mit Zielpunkttraining schließen und wird dabei von weiteren Trainern unterstützt, mit denen ihn teils langjährige Trainingspartnerschaften verbinden.

Zielpunkttraining - functional self protection. Erfahren Sie hier mehr über die Methode und die Personen hinter den Selbstschutzseminaren von Zielpunkttraining.