Zielpunkttraining in den Medien

Wie ein Erste-Hilfe-Kurs für Gewaltsituationen. Statt sich passiv zu verteidigen, lernt man hier, einen Angreifer aktiv auszuschalten. Jens zeigt Techniken, die man hoffentlich nie einsetzen muss – die aber effektiv sind, wenn man sie braucht.

Laila Daneshmandi, KURIER

Die Lektion ist brutal: In dem Workshop über zwei ganze Tage geht es darum, besonders verletzliche Zielpunkte beim Gegner mit Kraft des eigenen Körpers zu zerstören. (…) Einziges Thema ist: gezielte Gewalt.

Amra Duric, HEUTE

Das sagen unsere Teilnehmer

Wenn im Märchen der böse Wolf mal wieder das arme Rotkäppchen frisst, ist das Entsetzen darüber meist groß. Dabei arbeitet der Wolf einfach seine „To-Do-Liste“ ab. Zunächst scheint er ganz freundlich und Rotkäppchen der Gefahr zu entkommen, doch dann gibt es kein Erbarmen. Betrachten wir das Problem aus heutiger Sicht, so stellen wir fest, dass Rotkäppchen völlig arglos war. Sie wusste nichts über böse Wölfe, außer dass es sie gibt. Sie hatte keine Ahnung wie sie auftreten und handeln. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass außerhalb ihrer kleinen, überschaubaren Welt ganz andere Gesetze gelten und sie je in eine solche Situation käme. Sie verfügte über keinerlei Handlungsoptionen dafür und wurde so zum idealen Opfer.

Jens Misera, der Veranstalter des Zielpunkttrainings stellt dann auch gleich zu Beginn klar, dass die Rollen „Opfer“ und „Täter, sprich Sieger und Verlierer von asozialer Gewalt, am Anfang vergeben werden und sich in der Regel nicht mehr ändern. Wenn ich mich angesichts asozialer Gewalt also nicht entscheide oder entscheiden kann, selbst Täter zu werden und den Angreifer als Opfer zu betrachten, werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit als „zweiter Sieger“ aus der Auseinandersetzung hervor gehen und das heißt tot oder zumindest schwer verletzt sein. Im Angesicht des Wolfes – sei selbst Wolf! Sei Jäger statt Gejagter! Sind das nicht unerhörte Botschaften für friedliebende Menschen? Ja das sind sie, doch sie ermöglichen im Fall das Falles das eigene Überleben zumindest mit einiger Wahrscheinlichkeit.

Zielpunkttraining ist eben keine Selbstverteidigung, es ist aggressiv, es ist „böse“; man lernt einen menschlichen Körper zu zerstören um dem eigenen das Überleben zu sichern. Wer das nicht lernen will, geht nicht hin. Wer den Ansatz aber versteht, für den eröffnet Jens Misera mit seiner Veranstaltung ein meines Wissens einmaliges Erfahrungs- und Trainingsfeld. Ich habe zwei Tage im Januar in Berlin bei ihm und mit ihm gelernt und trainiert. Man merkt ihm seine reichhaltige Erfahrung an. Ruhig, umsichtig, zugewandt und der Ernsthaftigkeit des Themas angemessen erweiterte er meinen Horizont und meine Fähigkeiten im Umgang mit asozialer Gewalt. Die Übungen werden gut erklärt und auch demonstriert. Geübt wird mit großer Disziplin und Vorsicht. Alles geschieht förmlich in Zeitlupe. Das verhindert Verletzungen und ermöglicht genaue Bewegungen. Man braucht dafür keine besonderen körperlichen Fähigkeiten. Kleine und zierliche Frauen waren im Training genauso erfolgreich wie die älteren Semester oder Menschen mit „kräftigerer Statur“. Das liegt am Prinzip des Täters: Er will verletzen ohne zu groß zu kämpfen und optimiert dazu die Bewegungsabläufe. Einfach wie effizient. Das kann körperlich jede/r lernen. Die Schwierigkeit besteht darin, mental dazu bereit zu sein.

Mich haben die zwei Tage in Berlin sehr beeindruckt und mir viel Neues vermittelt. Dabei ging es mir gar nicht so sehr darum, in Konfliktsituationen neben verbaler Einflussnahme und Flucht nun eine weitere Handlungsoption zu haben sondern mich selbst und meine Vorstellungen von asozialer Gewalt zu hinterfragen und neu zu definieren. Ein hoch aktuelles Thema.

Die Veranstaltung war gut organisiert, der Raum ansprechend und die Teilnehmer sehr gemischt, was ich als bereichernd empfand. Jens Misera ist ein kluger und umsichtiger Trainer, er kann gut erklären und motivieren. Den Preis empfand ich im Nachhinein, verglichen mit der Leistung, die er erbringt, als äußert fair, zumal meines Wissens nichts Vergleichbares sonst angeboten wird. Klar, wer Wellness, Spaß und Bestätigung seiner Vorurteile sucht, für den ist das nichts. Er würde dort auch nur stören. Sehr empfehlenswert ist das Seminar hingegen für Menschen, die neue Wege beschreiten und sich besser kennen lernen wollen und die Bereitschaft mitbringen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen.

Lothar Berger, Polizeibeamter, Deutschland

Die meisten Opfer von asozialer Gewalt können nach dem Überfall kein Seminar mehr besuchen. Die meisten von den wenigen, die überleben, führen nachfolgend ein Leben in Angst und Depression und fallen in traumatische Zustände, wenn sie mit dem Thema Gewalt konfrontiert werden. Da man als überlebendes Opfer meistens gar keinen Fehler entdecken kann, an dem man arbeiten kann, bleibt den meisten nur die Strategie der Verdrängung (oftmals psychotherapeutisch unterstützt). Wenn es gut läuft, verbleibt eine klaffende Wunde im Unterbewusstsein mit der es sich mehr schlecht als recht, auf jeden Fall aber nie wieder angstfrei leben lässt.

Ich selbst war Opfer von asozialer Gewalt und bin sehr dankbar für das Glück, trotzdem wieder Seminare besuchen zu können. Auch ich habe Ängste, Depressionen und traumatische Zustände durchlebt, habe mich aber immer wieder den unfreiwilligen, zugrundeliegenden Erfahrungen der asozialen Gewalt gestellt. Auch ich konnte keinen eigenen Fehler in der Situation des Überfalls ausmachen. Sich damit zu trösten, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer von asozialer Gewalt zu werden, sehr gering ist, funktioniert nicht mehr, wenn man es selbst erlebt hat. (Laut dem für meinen Fall zuständigen Kriminalhauptkommissar hat die Anzahl der Fälle von asozialer Gewalt in den letzten Jahren stark zugenommen, Tendenz weiterhin steigend). Mir wurde relativ schnell klar, dass ich eine Strategie brauche, mittels der ich in einer ähnlichen Situation nicht zum Opfer werde und womit ich meine Ängste verlieren und die klaffende Wunde im Unterbewusstsein langsam schließen kann.

Und, was soll ich sagen?!… Ich habe genau das passende Seminar gefunden, dass mir die einzig funktionierende Strategie an die Hand (und den Fuß) gegeben hat, die in einer Überfallsituation hilft, nicht zum Opfer zu werden! Ja, der Inhalt des Seminars ist harter Tobak, aber als ehemaliges Opfer und Nie-wieder-Opfer kann ich bestätigen: Das ist leider absolute Realität.

Das Seminar hat meine sehr anspruchsvollen Erwartungen nicht nur voll erfüllt, sondern weit übertroffen! Meine Eindrücke und diese Bewertung sind noch frisch (das Seminar war letztes Wochenende) aber ich denke, dass ich mit den neuen Erkenntnissen und Erfahrungen des Seminars meine psychischen Verletzungen heilen und ein sogar noch angstfreieres Leben als vor dem Überfall führen kann. Jens, nochmals vielen, vielen Dank dafür! Ich werde auf jeden Fall am Zielpunkttraining dranbleiben…

Frank R., Bielefeld

Was lässt sich tun, wenn man selbst zum Objekt asozialer Gewalt zu werden droht? Diese Frage hätte ich vor dem Seminar mit Jens nicht beantworten können und auch nicht gedacht, dass ich in nur zwei Tagen eine einfache und von jedem anwendbare Antwort gefunden haben würde. Sukzessive lernten wir die verschiedenen Zielpunkte, d.h. die besonders sensiblen Stellen des menschlichen Körpers kennen, deren Verletzung bei Gefährdung der eigenen Person besonders erfolgsversprechend ist. Geprägt war die Heranführung an das Konzept der Zielpunkte von zahlreichen praktischen Übungseinheiten, in denen wir auf teilweise sehr unterschiedliche Bedrohungssituationen zu reagieren lernten. Diese machten neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Fragen von Gewalt den Kern des Seminars aus.

Immer gut verständlich und klar gegliedert, leitete Jens die Seminarteilnehmer durch das Wochenende, das von einer konzentrierten Übungsatmosphäre geprägt war, an die sich die Gruppe schnell gewöhnte. Mit der Erfahrung, dass auch gravierende Gewaltsituationen nicht aussichtslos sind, sondern sich bei entsprechender Kenntnis bewältigen lassen, ging in meinem Fall auch ein mentaler Veränderungsprozess sowie ein zunehmendes Sicherheitsgefühl einher. Dass man sich trotz Zielpunktkenntnissen bedrohlichen Situationen nach Möglichkeit entziehen sollte, verdeutlichte Jens noch einmal in seiner anschließenden Zusammenfassung. Nicht nur deswegen hat das Wochenende bei mir zahlreiche Überlegungen angestoßen, mit denen sich auseinandergesetzt zu haben im Zweifelsfall lebensrettend sein könnte. Auch wenn die Konfrontation mit asozialer Gewalt hoffentlich ausbleibt, kann ich das Seminar uneingeschränkt weiterempfehlen.

Anna Strommenger, Köln

Ziel des Seminars ist der einfache und gleichzeitig effiziente Umgang mit asozialer Gewalt, also der Form der Gewalt, die sich auch mittels Kommunikation nicht vermeiden lässt. Als Methode, sich solcher Gewalt zu erwehren, setzt das Zielpunkttraining dabei nicht auf den Showeffekt spektakulärer Kampftechniken. Stattdessen vermittelte Jens mir und den anderen Teilnehmern, wie wir einen Angreifer ruhig ausschalten, indem wir seine besonders leicht zu verletzenden Körperteile (Zielpunkte) mit einfachen aber wirkungsvollen Bewegungen attackieren.

Das Training war für mich dabei verständlich aufgebaut und sehr nachhaltig, da sich mir zum einen durch die ruhigen aber stetigen Wiederholungen die entsprechenden Prinzipien schnell einprägten und ich im Training rasch routinierter wurde, und zum anderen durch Exkursionen, gerade auch in die Vorgehensweise eventueller gewalttätiger Angreifer, ein psychisches Lernen einsetzte. Am zweiten Tag konnten wir uns daher bereits dem Umgang mit bewaffneten oder mehreren Angreifern widmen und dabei feststellen, dass sich auch diese Situationen mit den am ersten Tag erlernten Methoden des Zielpunkttrainings bewältigen lassen.

Dabei setzt das Zielpunkttraining keinerlei Vorkenntnisse und noch nicht einmal eine besondere Fitness der Teilnehmer voraus. Für Menschen, die nicht auf Showeffekte setzen, sondern sich einfach nur gegen Situationen extremer Gewalt wappnen wollen, ist das Zielpunkttraining genau das Richtige.

Nils Johann, Köln

Noch nie habe ich es vermieden alleine, auch nachts nicht, unterwegs zu sein. Meine Einstellung: mit einer nicht provozierenden und defensiven Haltung wird mir schon nichts passieren. Und falls jemand etwas Schreckliches vorhat, habe ich eh keine Chance. Über die Unterschiede von sozialer und asozialer Gewalt habe ich mir schon gar keine Gedanken gemacht. Bis zu dem Seminar war mir nicht klar, dass ich mit dieser Haltung bereits meine Verlierer-Position eingenommen hatte.

Dann ist das passiert, was jeder denkt und sagt: so etwas gibt es nicht, das passiert nicht, schon gar nicht ohne Grund und eigenes Zutun. Mein Freund wurde grundlos von asozialen Menschen zusammengeschlagen – und getreten und das fast vor seiner Haustür. Nur durch großes Glück und seine Reaktion konnte er aufstehen, wegrennen und hat überlebt. Trotzdem hat etwas in mir immer wieder versucht, zu verdrängen was für eine krasse asoziale Gewalt stattgefunden hat und es solche Menschen tatsächlich gibt. Dann habe ich mich entschieden, meinen Freund zu diesem Seminar zu begleiten und mich auch dem krassen Thema zu stellen, anstatt es zu verdrängen.

Die genau passende Art und Weise von Trainer Jens und die Übungen im Seminar haben mir geholfen mich zu überwinden und zu zwingen, mir Situationen asozialer Gewalt vor Augen zu führen, in denen es dann nur noch die Frage gibt: „Wer nimmt hier sein Leben mit nach Hause?“ Mit dem Training habe ich verstanden und erfahren, dass ich über die Zielpunkte tatsächlich eine Chance habe, mein Leben zu schützen und dabei Körpergröße und -gewicht keine Rolle spielen. Mit dieser Erkenntnis hat sich auch meine Haltung verändert. Jetzt bin ich nicht mehr als der naive Verlierer, sondern mit der Gewinnerhaltung unterwegs. Eine große Bereicherung für jeden, der den Mut hat, sich dem Thema asozialer Gewalt zu Stellen und die Chance hat an dem Seminar bei Jens teilzunehmen!

Petra Petermann, Stuttgart

Mich hat das Zielpunkttraining sehr beeindruckt. Einerseits wird man anschaulich mit der hässlichen Realität von Gewalt konfrontiert und man realisiert, dass man Gleiches nur mit Gleichem erwidern kann.  Andererseits führt das hochkonzentrierte Trainingsumfeld dazu, dass man innerhalb dieser 2 Tage dazu übergeht, den oder die(!) Gegner als Anhäufung von Zielpunkten zu betrachten und alles andere auszublenden. Beide Aspekte liefern – was hoffentlich nie bewiesen werden muss – im Ernstfall einen Vorgehensplan, der weder mühsam langwierig einstudiert werden muss, noch gänzlich vergessen werden kann.

Christoph Koller

Unglaublich lehrreiches und schnell verständliches Seminar, dessen Inhalte jeder unabhängig von der eigenen Statur und Kraft einsetzen kann. Jens Misera stellt dabei immer ausdrücklich den Unterschied zwischen sozialer und asozialer Gewalt dar und dass in Situationen sozialer Gewalt eine Konfrontation immer gemieden werden kann und auch sollte.

Durch das langsame Ausführen der Übungen ist wirklich jeder in der Lage dem Seminar zu folgen und die vermittelten Inhalte zu verstehen und umzusetzen. Dabei wird immer wieder deutlich, wie intensiv Jens Misera sich mit der Thematik auseinander gesetzt hat und wie konsistent er jegliche Fragen ohne Wiedersprüche zur „Philosophie“ beantwortet. Ich kann dieses Seminar nur jedem ans Herz legen, der für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall mit einem gut gefülltem Werkzeugkasten gerüstet sein möchte.

Oliver Heinemann, Düsseldorf

Die Entscheidung, das Zielpunkttraining-Seminar zu besuchen, war goldrichtig. Ich war den üblichen Selbstverteidigungstrainings gegenüber immer sehr skeptisch, konnte mir nicht vorstellen, dass ich in einer unerwarteten Notsituation das Gelernte umsetzen könnte. Bei Zielpunkttraining ist das anders- die hier gelernten Methoden, den Gegner schnell und vor allem effektiv handlungsunfähig zu machen, sind immer abrufbar. Durch die freien Trainings in Zeitlupe und die ständige Wiederholung des Gelernten werden die Bewegungen langfristig abgespeichert. Ich konnte mir vor dem Training nicht vorstellen, wie ich mich aus Umklammerungen befreien, mich gegen einen bewaffneten Gegner wehren könnte oder wie ich mich verhalten sollte, wenn ich mehreren, auch bewaffneten Gegnern, gegenüber stehe. Jetzt weiß ich es. Herzlichen Dank an Jens und seinen Partner Patrick, die dieses Seminar perfekt, interessant und vor allem effektiv führen. Ich kann dieses Seminar jeder Person zwischen 18 und 80 nur wärmstens empfehlen!

Anita G., Wien

Großes Lob für die Durchführung des Seminars. Ich finde, es ist sehr durchdacht, systematisch und didaktisch klug aufgebaut. Der Grundgedanke der kompromisslosen Zerstörung der Angriffsfähigkeit des Agressors wird insbesondere durch die drastischen Bilder im Einführungsteil plausibel gemacht. Das Grundprinzip des Einsatzes des eigenen Körpergewichts („Gürtelschnalle“) mit dem Gedanken des Durchgehens durch den Gegner konnte ich anhand der Übungen sehr gut nachvollziehen. Dass es dabei nicht auf Fitness und Muskelmasse ankommt, ist, obwohl ich nicht untrainiert bin, ein beruhigender und Selbstvertrauen schaffender Aspekt.

Die Übungen „in Zeitlupe“ durchzuführen und dabei den Trainingspartner die zu erwartenden Reaktionen spielen zu lassen, kannte ich noch nicht, ist aber aus meiner Sicht auch die einzige Methode effektiv und risikoarm zu lernen. Auch das Tempo mit dem wir die Zielpunkte und die Techniken für ihre „Bearbeitung“ kennenlernten, hat für mich gestimmt. Dabei waren die Demonstrationen und Korrekturen während des Trainings sehr lehrreich. Und wenn wir ihn mal vergessen hatten, hat Jens uns konsequent an den Grundsatz der Kommunikationslosigkeit bei der Ausführung der Übungen erinnert.

Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas haben Panda und Jens eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre im Seminar entstehen lassen. Auch dafür herzlichen Dank! Ich muss sagen, dass ich mit einem Gefühl größerer Sicherheit aus dem Seminar gegangen bin.

Ralf R., Berlin

Das Zielpunkttraining bei Jens kann ich jeder/jedem empfehlen, da man innerhalb kürzester Zeit merkt, dass es durch gezielte Übungen möglich ist, eine Notsituation für sich zu entscheiden. Der Umgang mit dem Thema Gewalt ist sehr realitätsnah und meiner Meinung nach ist auch deshalb dieses Training so effektiv. Jens und Patrick sind kompetent und liebenswert und das macht das ganze – trotz schwierigem Thema – auch noch zu einem sehr angenehmen Erlebnis.

Ana L., Wien

Es wäre leichtsinnig und wenig professionell, durch die Welt zu gehen und zu hoffen, dass alles immer gut ausgeht – obwohl es ja meistens dabei bleibt. Aber ich denke: Ich sollte vorbereitet sein.

Also gibt es ein Training. Das heißt: Arbeiten. Mit dem Ziel: Oberhand in Situationen gewinnen, in denen der normale Mensch aufgibt, weil er von vornherein denkt: „Völlig aussichtslos“. Und nach dem Training ist dann das Gefühl: „Soooo ganz aussichtslos ist das ja gar nicht.“

Wir haben gelernt, selber aktiv zu werden und die Initiative zu ergreifen. Es geht darum, den Gegner ausschalten. Und so zu gewinnen. Ohne Emotionen und mit einem Satz an gelernten „Werkzeugen“. Das ist gut. Und wenn es auch brutal ist: Der Angreifer ist das erst recht. Und es wird ja hoffentlich auch nie nötig sein, das einzusetzen, was wir gelernt haben. Schließlich sind wir (fast alle) friedlich und konstruktiv oder kooperativ.

Für mich überraschend kommt hinzu: Ich sehe jetzt manche Dinge anders. Verstehe noch gar nicht, wie oder warum… Jedenfalls sehe ich nicht mehr desinteressiert weg, wenn im Fernsehen oder in Filmen geschlagen oder gekämpft wird, sondern ich versuche neugierig zu erfahren, was die da gerade machen und vor allem wie sie es machen. Und wenn dieses Training nur meine Denkart justiert hat, dann glaube ich schon, dass es gut war. Ich bin offenbar wacher geworden. Und bin dankbar dafür.

Hermann Middeke

Ein sehr lehrreiches Wochenende, das jedem Teilnehmer im Ernstfall helfen kann, sein Leben zu retten, wenn es hart auf hart kommen sollte.

Christian H., Berlin

Wäre ich vor dem Seminar in eine lebensbedrohliche Gewaltsituation geraten, hätte ich vermutlich ziellos und wenig effektiv um mich geschlagen und einzig und allein auf einen Glückstreffer setzen können. Nach diesen zwei Tagen weiß ich nun wo ich den Täter treffen muss und wie ich meinen Körper einsetzen kann, um ihn außer Gefecht zu setzen. Das Umdenken von Verlieren zu Gewinnerposition hat nicht nur meinen Blickwinkel geändert, sondern mich auch selbstbewusster werden lassen. Selbstverteidigung mal ganz anders, aber im Nachhinein betrachtet der einzig logische Weg so sicher wie möglich aus der Situation heraus zu kommen.

Florina B., Berlin

Für mich war es der erste Selbstschutzkurs. Von dem von mir Erwarteten setzte sich das Zielpunkttraining durch zweierlei ab, erstens lernt man keine Techniken, sondern (physikalische) Prinzipien und zweitens konfrontiert der Kurs einen ganz grundsätzlich mit dem Problem der Gewalt und setzt dadurch auch einen mentalen Prozess in Gang. Der Wochenendkurs ist systematisch und anschaulich aufgebaut und dadurch sehr gut verständlich. Die gelehrten Prinzipien werden immer wieder ganz langsam trainiert, korrigiert und durch weitere praktische Aspekte angereichert. Da es sich aber immer um die Anwendung der wenigen, gleichen Prinzipien handelt, verlor ich nie den Überblick. Selbst wenn man keine Kampfsport- oder Selbstverteidigungserfahrung hat und auch nicht übermäßig fit ist, kann man die erlernten Prinzipien schnell selbstständig anwenden. Gerahmt und unterbrochen wurden die praktischen Sessions immer wieder durch kurze Referate zu psychologischen, kriminalistischen und rechtlichen Fragen. Ein rundum gelungenes Paket.

Niklaas M., Köln

Einer von vielen Vorteilen von Zielpunkttraining ist, dass es auch für absolut unsportliche Leute geeignet ist, denn jede und jeder kann ungeachtet der eigenen körperlichen Konstitution plötzlich extremer Gewalt ausgesetzt sein. Ich selbst habe schon einige “Selbstverteidigungssportarten” probiert bzw. teilweise auch jahrelang trainiert. Als ich von Jens‘ Selbstschutztraining hörte, war ich gleichzeitig neugierig und auch skeptisch. Nach der Teilnahme bin ich jedoch überzeugt, dass es tatsächlich das effektivste Selbstschutztraining ist, das ich je besucht habe. Jens demonstrierte sehr anschaulich, welche Möglichkeiten jeder hat um in einer extremen Gewaltsituation nicht als Opfer auf der Strecke zu bleiben, denn auch “übergroße” und bewaffnete AngreiferInnen haben Zielpunkte. Diese Zielpunkte zu kennen und zu wissen, wie der eigene Körper zum Selbstschutz eingesetzt werden kann, hat meine Selbstwahrnehmung und auch die meiner Umgebung verändert. Das “Silent-Training”, also das stille und bewusste Ausführen der Übungen, an die man zuvor immer mit sehr präzisen und ausführlichen Erklärungen herangeführt wird, war anfangs ein wenig irritierend. Dennoch halte ich das im Nachhinein für einen ganz essentiellen Teil des Trainings, der dafür sorgt, dass man das Erlernte schnell und richtig “abspeichern” kann. Absolut empfehlenswert!

Michaela S., Wien

Wer wissen möchte, wie man sich in drastischen Gewaltsituationen am besten schützt bzw. wie man dem Gegner effektiv schadet, dem kann ich das Seminar nur empfehlen. Die einfachen Prinzipien und die jeweiligen Angriffe werden einprägsam vermittelt. Man lernt diejenigen Körperstellen des Menschen kennen und zu attackieren, die leicht zu verletzen sind (Zielpunkte). Wohl geschlechtsspezifisch bedingt hat mich besonders beeindruckt, wie leicht es ist, sich aus diversen Griffen zu befreien: etwa wenn man auf dem Boden liegt und der Gegner auf einem sitzend würgt oder die Arme fixiert. Anstatt beim Klammergriff oder der Umklammerung von hinten die Arme ruckartig in die Höhe zu bewegen, wie man es entsprechend oder ähnlich aus diversen Kampfsportarten kennt, führt die hier gelernte Methode nicht nur zur Befreiung, sondern gleichzeitig auch zur Verletzung des Gegners. So ist die Wahrscheinlichkeit eines sofortigen Gegenangriffs deutlich minimiert. Das hat mich überzeugt. Mit dem Training fühle ich mich deutlich sicherer, weil ich meine, das ein und andere Gelernte immer wieder abrufen zu können. Meinen besten Dank dafür.

Pauline Arndt, Köln

Ich fand das Seminar sehr, sehr hilfreich für mich, ich habe mehr Selbstvertrauen gewonnen und habe weniger Angst vor Angreifern. Das Prinzip, asoziale Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen ist für eine zierliche Frau wie mich, die noch dazu Wunden und Verletzungen heilt, extrem gewöhnungsbedürftig, letztendlich jedoch das Einzige, was funktionieren kann. Ich hoffe trotzdem, dass ich niemals Gewalt erleben muss, würde aber diese mit dem Seminar sicher besser überleben. Danke sehr!

Karla Roka, Wien

Sehr empfehlenswert, wenn man sich vor vor extremen Gewaltsituationen schützen möchte. Das Prinzip ist einfach aber effektiv. Jens führt kompetent und auf Augenhöhe durch das Training. Lohnt sich auf jeden Fall!

Birk Ruhsam, Mödling

Zwei intensive, aber perfekte Trainingstage. Großartig in der Organisation – nicht zu viel Theorie aber das Wesentliche am Beginn! Ausreichend Pausen – keine Leerläufe. Gut finde ich, dass nicht früher Schluss gemacht wird, auch wenn die Teilnehmer schon müde sind – die Realität nicht auch keine Rücksicht auf unsere Verfassung. Wie intensiv das Training tatsächlich war, habe ich erst in den Folgetagen gespürt.

Beate R.

Ich hätte nie gedacht, dass ich nach nur einem Wochenende aus diesem Training mit dem Gefühl gehen kann, dass ich weiß, was zu tun ist, wenn mir jemand von hinten eine Waffe an den Rücken hält. Das verändert natürlich die Selbstwahrnehmung entscheidend. Während des Wochenendes hat sich auch die Wahrnehmung meiner Umgebung verändert: Ich habe zum Schluss nurmehr mögliche „Zielpunkte“ für Verletzungen bei den anderen gesehen und hatte auch den Eindruck, dass ich weiß, wie ich mit meinem bloßen Körper die trainierten Bewegungen entsprechend ausführen kann. Wir haben im Kurs besprochen, dass man alle anderen Lösungen der Anwendung von Gewalt vorzieht (wie sich ausrauben lassen, davonlaufen…), da man nie sicher sein kann, dass das gut ausgeht, aber wenn es nicht anders geht und alles auf dem Spiel steht, glaube ich jetzt zu wissen, was ich zu tun habe. Sehr wichtig und einprägsam war für mich die Übung, wie ich im Liegen jemanden abwerfe, der auf mir drauf sitzt und meine Hände festhält. Ich habe mir den größten und schwersten Mann im Kurs ausgesucht und das erfolgreich gelernt – und zwar nicht in Zeitlupe wie die anderen Übungen, sondern in Echtzeit, also ohne jeglichen Zweifel an der Durchführbarkeit. Natürlich haben wir auch gelernt, nie in diese Position zu gelangen, aber sollte ich mal in dieser Lage z.B. das Bewusstsein wiedererlangen, wüsste ich nun, was zu tun wäre.

Lili R., Wien

Ich bin grundsätzlich eine Person, die versucht, Konflikten so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Glücklicherweise bin ich daher bis jetzt in meinem Leben erst ein einziges mal in eine brenzlige Situation geraten. In dieser Situation hätte ich jedoch gerne gewusst, wie ich mich verteidigen kann. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, am „Zielpunkttraining“ teilzunehmen. Ich war immer etwas skeptisch gegenüber jeglicher Art von Selbstverteidigungskursen, da die gelernten Inhalte (z.B. Griffe) meiner Meinung nach in der Realität für eine Person ohne regelmäßige Übung nicht anwendbar sind. Zielpunkttraining ist jedoch eine andere Art von Selbstverteidigung. Auf komplexe Bewegungsmuster wird verzichtet, es wird gelernt, wie man seinen eigenen Körper gezielt als Waffe gegenüber einer gewaltbereiten Person einsetzen kann. Natürlich werde ich auch in Zukunft versuchen, Konflikte zu vermeiden. Falls ich jedoch in eine Gewaltsituation gerate, weiß ich nun, wie ich mich effektiv wehren kann.

Matthias Wallner, Wien

Bisher hatte ich Glück, vermittelnde Worte oder barsches Wegweisen – eines davon funktionierte in Situationen, wo jemand mich bedrängte. Immer war mir klar – das reicht nicht immer, und ich hatte keine Idee, wie es weitergehen kann, wenn mal eine Situation damit nicht zu lösen ist. Jetzt – mit dem Zielpunkttraining – weiß ich, was ich dann tun kann. Ich habe zu lang im Risikomanagement gearbeitet, um mit weniger zufrieden sein zu können.

Monika K., Wien

Das Zielpunkttraining ist ein sehr interessantes Seminar mit einer ganz anderen Herangehensweise als Kampfsportarten. Der sportliche Aspekt wird komplett ausgelassen (auch wenn man vielleicht am nächsten Tag doch ein wenig die Muskeln spürt), und es geht rein um die gezielte Ausübung von Gewalt um sich aus Extremsituationen zu retten. Ich war vor dem Seminar etwas skeptisch, bin aber im Laufe des zweitägigen Seminars immer mehr davon überzeugt gewesen, dass dies der bessere Weg zur Verteidigung in Extremsituationen ist.

Johannes

Ich fand das Seminar sehr gut und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich bin sehr froh, dass ich gelernt habe, dass auch überlegen scheinende Gewalttätige nur mit Wasser kochen. Dass ich dieselben Chancen habe wie mein Gegenüber. Dass ich zerbrechlich bin, genau wie auch mein Gegenüber. Dass ich mich nicht schon vorher wie ein Opfer fühlen muss, dass ich handeln kann. Und dass Opfer und Täter eben ganz nahe beieinander liegen.

Anna D., Wien

Das Zielpunkttraining stellt eine effektive Methode dar, um sich in scheinbar ausweglosen Situationen, in die man hoffentlich nie kommt, wirksam selbst zu schützen. Die Methoden, die man lernt sind nicht „schön“ oder „sportlich“ sondern einzig ein effektives Werkzeug der Notwehr in Ausnahmesituationen. Das setzt auch eine gewisse psychosoziale Reife der Teilnehmer voraus, denn wie jedes Werkzeug kann auch dieses missbraucht werden.Wenn das berücksichtigt wird, dann kann das Training helfen, Leben zu retten. Jens vermittelt das Wissen auf sachliche, überlegte und kompetente Art und Weise. Insgesamt zwei gut investierte Tage.

Thomas S., Wien